Diese Seite speichert Informationen in Cookies in Ihrem Browser und verwendet das Webanalyse-Tool Matomo. Mit der Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen und eine Möglichkeit zur Deaktivierung der Webanalyse finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Beim Aktivieren der Vorlesesoftware werden Inhalte von der Linguatec-Website geladen und dadurch Ihre IP-Adresse an Linguatec übertragen. Mehr Informationen und eine Möglichkeit zum Ein- und Ausschalten dieser Datenübertragung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie die Vorlesesoftware jetzt aktivieren möchten, klicken Sie auf Vorlesesoftware aktivieren.


Wenn Sie möchten, dass die Vorlesesoftware auf dieser Website künftig automatisch aktiviert wird, klicken Sie auf Vorlesesoftware immer aktivieren. Dadurch wird diese Einstellung mithilfe eines Cookies in Ihrem Browser gespeichert.
Die Vorlessesoftware wurde aktiviert. Bevor die Seite vorgelesen werden kann, muss sie einmal aktualisiert werden. Klicken Sie auf Seite aktualisieren, wenn Sie die Seite jetzt aktualisieren möchten.


Achtung: Falls Sie auf dieser Seite bereits Daten in ein Formular eingegeben haben, werden diese beim Aktualisieren gelöscht. Bitte speichern Sie in diesem Fall zuerst Ihre Formulareingaben, bevor Sie die Seite aktualisieren.

Servicenavigation

Themennavigation

Zitat von Max I. Joseph: "Ich möchte nicht besser wohnen"Das Palais Leuchtenberg
Vom Adelspalais zum Finanzministerium

Die Gestaltung des Palais Leuchtenberg ist geprägt von seiner exponierten städtebaulichen Lage, dem repräsentativen Zweck und der unsicheren politischen Position des Bauherrn. Klenze entwarf drei annähernd gleichwertige Schaufassaden, um den Eindruck eines freistehenden Palastes entstehen zu lassen. Der Grundriss musste dabei flexibel sein – so berichtet Klenze –, damit das Gebäude notfalls anders hätte verwendet werden können, wenn Ludwig Beauharnais aus München vertrieben hätte.

Palais LeuchtenbergDie Fassade des Wohnhauses am Odeonsplatz orientiert sich an Vorbildern der römischen Renaissancepaläste, jedoch wirkt sie durch Verzicht auf Haustein und flachere Ornamentierung leichter und eleganter. Als Hauptfront war die Südfassade ausgebildet. Das heutige Portal an der Ostseite wurde erst beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg eingefügt. Von den angrenzenden Bürgerhäusern hebt sich das Leuchtenbergpalais durch seine Größe, die höheren Geschoße und einige Dekordetails ab. Die Adlerkapitelle der Fensterumrahmungen im ersten Obergeschoß haben ihre Vorbilder in einem Palast Napoleons und erinnern so an Beauharnais’ Herkunft.

In vierjähriger Bauzeit entstand einer der größten Stadtpaläste Münchens mit über 250 Zimmern für 770.000 Gulden. Diese Summe entsprach dem gesamten Bauetat Bayerns für das Jahr 1819. Mit den niedrigeren Wirtschaftsgebäuden, die sich über 100 Meter an der heutigen Kardinal-Döpfner-Straße erstreckten, war er etwa dreimal so groß wie der heutige Bau. Die kostbare Innenausstattung übertraf an Prunk die Möblierung der Residenz. Königin Caroline urteilte über das Schlafzimmer, es sei "derart mit Verzierungen überladen, dass man darin zu ersticken meinte". Mit einem Tanzsaal, einer berühmten Gemäldegalerie und einem eigenen Theater bot der Palast einen repräsentativen Rahmen für höfische Feste.