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Pressemitteilung Nr. 087
München, 17.04.2019

FÜRACKER: DIE „SIEBENER“ SICHERN SEIT ÜBER 600 JAHREN DEN GRENZFRIEDEN
Über 3.000 Feldgeschworene beim Tag der Feldgeschworenen in Regensburg // Ältestes kommunales Ehrenamt ist Immaterielles Kulturerbe

Rund 27.000 Feldgeschworene engagieren sich im ältesten kommunalen Ehrenamt in Bayern. Seit 2016 gehört das „Feldgeschworenenwesen in Bayern“ zum Immateriellen Kulturerbe. „Als vertrauenswürdige Ansprechpartner vor Ort sind sie wichtige Mittler zwischen Bürger und Vermessungsverwaltung. Mit ihrer Orts- und Sachkenntnis über die Grenzen in Ihrer Gemeinde tragen die Feldgeschworenen in Bayern zum nachbarschaftlichen Frieden bei. Zusammen mit den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sichern die Feldgeschworenen die über 80 Millionen Grenzpunkte in Bayern. Im vergangenen Jahr haben die Siebener bei über 30.000 Grundstücksvermessungen und der Abmarkung von knapp 200.000 Grenzpunkten mitgewirkt. Dank und Anerkennung für Ihren unermüdlichen Einsatz auch im Namen der Bayerischen Staatsregierung“, hob Finanz- und Heimatminister Albert Füracker vor über 3.000 Feldgeschworenen beim „Tag der Feldgeschworenen“ in Regensburg am Mittwoch (17.4.) hervor.

Die Feldgeschworenen sind auch heute noch fester und wichtiger Bestandteil der bayerischen Vermessungslandschaft. „Darauf wollen wir auch in Zukunft nicht verzichten. Grenzen sind nur dann etwas wert, wenn sie erkennbar sind und wenn sie eingehalten werden. Diese wertvolle friedensstiftende Einrichtung der ´Hüter der Grenzen` hat sich bis heute erhalten“, merkte Füracker an. Seit rund 600 Jahren engagieren sich Bürger im ältesten kommunalen Ehrenamt als Feldgeschworene. „Das traditionsreiche und moderne Ehrenamt ist tief in der Gesellschaft und in der kulturellen Identität unseres Landes verankert. Das Feldgeschworenenwesen als immaterielles Kulturgut bedeutet, dass das Wissen und Können der lebendigen Tradition an die nächste Generation weitergegeben werden. Ich bin doppelt stolz darauf. Seit Herbst 2018 ist das Finanz- und Heimatministerium auch für das „Immaterielle Kulturerbe“ zuständig“, merkte Füracker an.

Die Vermessungsverwaltung hat in den letzten Jahren neue, umfangreiche Aufgaben zusätzlich erhalten, den Breitbandausbau, BayernWLAN und BayernLabs. „Mit dem Breitbandausbau und BayernWLAN erhält ganz Bayern einen zukunftsfähigen Anschluss an die digitale Welt - Zuhause, am Arbeitsplatz und unterwegs. Der Breitbandausbau in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte“, betonte Füracker. Bei der Versorgung mit schnellem Internet ist Bayern auf dem ersten Platz unter den Flächenländern in Deutschland. Gerade im ländlichen Raum geht es voran. Waren Ende 2013 nur 27,1% der dortigen Haushalte mit über 30 Mbit/s versorgt, sind es heute bereits über 80 %. Bayern ist dank BayernWLAN auch das erste Bundesland mit eigenem WLAN-Netz. Nach dem Motto „Anschauen, Anfassen und Ausprobieren“ entsteht ein Netz von 13 BayernLabs im gesamten Freistaat als Brücke in die schnelllebige und komplexe IT-Welt. Davon sind bereits 7 eröffnet.

Im Rahmen der Veranstaltung in Regensburg ehrte Füracker einige Feldgeschworene für ihren 25-, 40-, 50- bzw. 60-jährigen ununterbrochenen und verantwortungsvollen Dienst an der Gemeinschaft.


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Pressesprecherin: Andrea Ebenhoch-Combs
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